1.12.2009

Haben Sie einen Freien Willen?

 

EXPOSE

Wenngleich diverse Professoren und Hirnforscher es überaus medienwirksam anders behaupten und Pseudo-wissenschaftliche „Bestseller-Autoren” als populistische Trittbrettfahrer ins gleiche „Horn” stoßen: Wir Menschen haben einen freien Willen ! Wenn auch nicht für alle – mangels eigenem, fehlinterpretiertem Willen – „gewollt” erkennbar. Und wir Menschen tragen auch die Verantwortung für das, was wir denken, reden und tun. Oder NICHT-tun!
In unserer Welt gibt es keine unschuldigen Terroristen, Mörder oder Kinderschänder. Da gibt es auch Täter! Nicht nur in Bezug auf die Welt-Wirtschaftskrise oder den bedrohlichen Klimawandel.
„Unser Wille geschehe! folgt den Erkenntnissen von C.G. Jung , dass das Unbewusste, von dem behauptet wird es steure unser ganzes Leben, kein dämonisches Ungeheuer ist. Dass das Unbewusste uns nicht zu fremdgesteuerten Zombies macht und es an uns liegt, wie wir uns dessen bedienen. Oder ob wir durch Verdrängen die Gefährlichkeit schaffen, uns auszuliefern. Auszuliefern einem Unterbewusstsein, das wir überhaupt nicht kennen und das weit gehendst unerforscht ist. Auch von jenen, die ihm eine so dominante deterimistische Rolle in unserem Dasein zubilligen.
Mit dem von Kornhuber/ Deecke bereits 1965 entdeckten Bereitschafts-Potential ist nachweisbar, dass alle unsere Handlungen schon vor deren Durchführung mess-und somit erkennbar sind. Es ist aber gemäß Kornhuber und Deecke aber ebenso klar erkennbar , dass wir Menschen in unserem Leben entscheiden können, ob wir nun etwas tun – oder NICHT! Benjamin Libet nennt dies das „Vetorecht”, das uns vor einer willigen Handlung entscheiden lässt, ob wir nun wirklich handeln oder nicht. Mit unserem freien Willen und nicht „ unterbewusst fremdgesteuert ” als „willenlose Opfer”!
Freiheit und Wahrheit können somit nicht nur als leere Begriffe sondern in Zusammenhang mit unserer Willensfreiheit gesehen werden Als Fähigkeit von uns Menschen, zwischen Wahrheit , Lüge und Irrtum unterscheiden und entscheiden zu können. Und vor allem: es gibt da keine „höhere Instanz”, dem wir alle unsere schädlichen Unterlassungen und existenzgefährdenden Taten „in die Schuhe schieben können!” Auch wenn viele von uns dies gerne täten!
Die Feststellung einer Existenz setzt Bewusstsein voraus. Die Existenz des Unterbewussten setzt somit voraus, dass wir uns dessen auch bewusst sind. Uns dessen so bedienen können, wie ein Pilot den Autopiloten seines Flugzeuges ein oder ausschaltet. Damit er Arbeiten für ihn durchführt, die für ihn zu kompliziert, zu arbeits-oder zeitintensiv wären. Informationen speichert und auf Abruf hat, die er als Pilot gar nicht alle speichern könnte. Das menschliche Gehirn wäre dazu ganz einfach überfordert.
So ähnlich verhält es sich auch mit unserem Unterbewusstsein, das unserem Bewusstsein hilft, die unvorstellbare Flut an Informationen, Erfahrungen, Gefühlen und Gedanken, zu speichern. Damit sie von uns abgerufen werden können oder uns Warnsignale senden, wenn dies not wendig ist. Um es unserer Entscheidung, unserem freien Willen , zu überlassen, etwas zu tun – oder nicht!
So wie der Bordcomputer dem Flugkapitän meldet, wenn er für einen sicheren Flugverlauf Probleme beheben , Entscheidungen treffen und Maßnahmen setzen muss.

Voraussetzung dafür ist ein bewusstes Da-Sein. Ein Bewusstsein über unsere Fähigkeiten , über ein Leben im Augenblick, in dem Vergangenheit und Zukunft vereint sind. Und ein trainiertes Bewusstsein, mit dem wir falsche Einstellungen und Lehren, Gewohnheiten und Verhaltensmuster erkennen . Mit dem wir unseren freien Willen in die Tat umsetzen. Wenn wir wollen.

Dann werden wir uns auch nicht ausgeliefert oder fremdgesteuert fühlen, sondern unser Leben und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Dann wird auch „Unser Wille geschehen”

©VICART, Viktor W. Ziegler, 11/2009

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

Wenn man sich überlegt, ws es alles nicht gäbe hätten wir keinen sogenannten “freien Willen”…ganz gleich ob dieser nur relativ und graduell existiert…aber so ist es ja auch mit Freiheit, Wahrheit, Liebe…für jeden von uns unterschiedlich /verschieden. Was erst recht für Gut und Böse gilt.

Das ist richtig. Hinzu kommt, daß auch “Bewußtsein” und “Unterbewußtsein” von Hinrforschern und vor allem Philosophen so dargesellt werden, als ob das eine (das Unterbebewußtsein) das andere (unser bewußtsein und damit unser bewußtes DaSein ) beeinflusst…wir also “fremdgesteuert, determiniert seien…und irrigerweise keinerlei Verantwort für unser Tun oder Nicht-tun haben…was sich nur zuviele von uns natürlich wünschen würden…
Aber Gott-sei-Dank sind wir keine fremdgesteuerten Zombies sondern Menschen aus Fleisch und Blut mit allen unseren Stärken und vor allem Schwächen.

Dieser Kommentar kam von Günter. Allerdings via FACEBOOK da er sich auf dem Blog (noch?) nicht registrieren konnte:
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Meine Meinung frei aus dem Bauch heraus:

Da wir mit unserem Verstand die Wahrheit nicht erkennen können, da der Verstand ein unvollkommenes Produkt ist, kann ich die Wahrheit nur ahnen.

Wir alle haben schon erfahren, dass wir glücklich sind, wenn wir gedankenfreie Momente erleben.
“Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein…” heisst es in einem Lied, wenn wir das Abschalten unserer Gedanken mit Hilfe des Alkohols versuchen.

In der mentalen Stille liegt also das Geheimnis.
Diese Stille hat keine Form, kann also vom Verstand nicht begriffen werde und ist deshalb einer Veränderung nicht unterworfen.
Alles was Form hat verändert sich.
Der Verstand hat auch eine Form.

Fast alle Menschen sind Sklaven ihrer Gedanken und Gefühle. Man kann sagen, sie sind süchtig und müssen ständig denken.
Das Denken ist die Nahrung des Verstandes und dieser wieder der Vater unseres Egos.

Wenn der Verstand keine Nahrung bekommt, erzeugt er in unserem Körper das Gefühl der Langeweile.
Wir drehen das Radio an oder schalten den Fernseher ein, lesen die Zeitung oder suchen Menschen auf, um mit ihnen zu sprechen.
Wenn es diese Möglichkeiten nicht gibt, futtern wir und stopfen unseren Körper voll.

Das heisst, wir sind wie Süchtige und somit Sklaven unseres Verstandes.

In diesem Zustand haben wir natürlich keinen freien Willen.
Wenn die Gedanken unseren Körper treffen, entstehen Gefühle und Gefühle erzeugen Emotionen.
Die meisten Menschen leben diese Emotionen.
Ihre Taten werden vom stärksten Motiv bestimmt.
Das gilt auch für Verbrecher.
Psychologisch wissen sie nicht was sie tun, sind jedoch für ihre Taten verantwortlich, deshalb fassen sie auch Strafen aus, wenn sie erwischt werden.

Nun gibt es nur wenige Menschen, die nicht Sklaven ihrer Gedanken und Emotionen sind.

Sie sind die Erlösten oder Erleuchteten.

Ein Beispiel des freien Willens ist der Dalai Lama. Er nahm sich vor, 13 mal wiedergeboren zu werden, um seinem Volk zu helfen.

Wenn jemand den Zustand der Erleuchtung erreicht, muss er nicht nochmals geboren werden.
Er ist wunschlos glücklich und hat nichts mehr zu lernen auf dieser Erde.
Die Reinkarnation ist für mich wie das Fegefeuer, allerdings auf Erden.
Keine Strafanstalt ,sondern eine Lebensschule.

Leider sind das alles Bilder, die den Verstand aktivieren.
Klebt bitte nicht an den Worten, sie sind nur Hinweisschilder.
Ein Hinweisschild “Wien” ist nicht Wien, es zeigt nur die Richtung nach Wien an.

Wenn ich auch den Zustand der Erleuchtung verzögern kann, Leid erfahre und unglücklich bin, habe ich keinen freien Willen, da ich meine Programmierungen auslebe.
Diese Programmierungen nennt die Kirche “Erbsünde”.

Die Menschen kommen mit ihrem Karma auf die Welt.
Karma ist die Frucht ihrer Taten von vorigen Leben.
Also gibt es keine unschuldigen Kinder.

Hier eine Erzählung aus der Bibel:
Jesus heilt einen Blindgeborenen. Die Jünger fragen ihn:”Hat er gesündigt oder seine Eltern?”
Eine blöde Frage, wenn es keine Wiedergeburt gibt.
Jesus sagt aber:” Weder er noch seine Eltern haben gesündigt……..”
Gäbe es nicht die Vorstellung der Wiedergeburt in der damaligen Zeit, hätte der Evangelist diese Frage der Jünger nicht hineingeschrieben.
Allerdings meinte ein Priester, der sich gegen die Wiedergeburt stark macht, die Jünger hätten erst später erfahren, dass es sich um einen Blindgeborenen handelt.
Kaum vorstellbar im Orient, wo viele Menschen das Wunder sahen !

Nun jeder hat sein eigenes Recht, seinen Leiden so lange wie möglich auszukosten.

Manche lieben die Religion, wenige die Spiritualität.
Sie verwandeln die Religion in Ideologien und kämpfen um ein einzelnes Wort.
Gedanken sind nicht frei, Andersdenkende werden umgebracht.
Der Verstand liebt den Kampf und die Ausgrenzung.
Das Ich braucht Feinde und Grenzen. Was wäre es ohne Gegner ?

Würden alle Menschen Spiritualität leben, hätten wir das Paradies auf Erden.
Die Menschen suchen Gott, dabei wird der Verstand nicht gebraucht.
Er ist das grosse Hindernis bei der Suche.
Seine Sprache ist die Stille.
Der Verstand macht immer mentalen Lärm.

So haben die Buddhisten auch einen Gott. Sie nennen ihn Nirvana.
Und diese Stille oder Leere ist Gott. Das unkonditionierte Sein.

Ich meide Religionen, weil sie der Ursprung von vielen Leiden sind.
Sie haben ihr Ziel verfehlt. Das ist übrigens die ursprünliche Bedeutung von Sünde:
das Ziel verfehlen.

Also haben wir ein Ziel.
Das Ziel heisst: Glück.

Solange ich das Glück in vergänglichen Zielen suche, werde ich das Ziel verfehlen.

Wenn das Glück unser Ziel ist, ist es vorgegeben, man hat also keine freie Entscheidung.

Da fällt mir das Gschichterl mit den Engeln ein. Wieder etwas vom unvollkommenen Verstand.
Nur die Engel hatten eine freie Entscheidung, da sie unkonditioniert sind und wissen, was sie tun.
Luzifer kann also seine Entscheidung nicht rückgängig machen, weil er nicht irrte und es im Jenseits keine Zeit gibt.
Deshalb wurde die Meinung des Kirchenlehrers Origines gebannt, der meinte, am Ende der Zeit wird auch er erlöst werden.
Das alles sind jedoch Luftblasen des Verstandes.

Noch einige Zeilen zum Vaterunser.
Die Christen bitten Gott, das er sie nicht in Versuchung führt.
Was für eine Bitte !
Sie unterstellen Gott, sie bei ihrer Schwäche zu packen, um sie zur Sünde zu verleiten.
Normalerweise ist das der Job vom Teufel und der darf laut der Bibel frei walten.
Noch dazu heisst es “….führe uns NICHT in Versuchung….”

Das Wort “nicht” wird vom Unterbewusstsein nicht verstanden.
Beispiel: Jemand will abnehmen und sagt immer wieder: “ich denke nicht an das Schnitzel im Kühlschrank”
Probieren sie es einmal selber aus.
Das Schnitzel kommt ihnen quasi entgegen.
Das ist der Grund, warum Christen soviele Versuchungen erleben.
Man ignoriert allerdings den Jakobusbrief, in dem es gleich am Anfang heisst:
Niemand sage, Gott habe ihn in Versuchung geführt ! Gott führt niemand in Versuchung und kann selbst nicht in Versuchung geführt werden……
Wozu also diese unsinnige Bitte, die mit “nicht” sogar gefährlich ist.
Gäbe es einen Anwalt Gottes auf Erden, müsste dieser auf Verleumdung klagen.

Soweit der freie Wille. Dieser Anwalt ändert den Text nicht. Hat er einen freien Willen ?

Viktor W. Ziegler 17. Januar um 15:52

Lieber Günter,
Tut mir echt leid, daß Du diesen Super-Beitrag nicht im Blog http://www.mit-nichts-zum-erfolg.at als Kommentar für hoffentlich noch viele Blog-besucher stellen konntest…Teile Vieles von dem was du schreibst, einiges natürlich weniger…aber wenn 2 Menschen immer einer meinung sind, dann ist einer zuviel…
Mein kurzer Antwort-Kommentar:
1.) Der Verstand, das sind auch WIR…und nur WIR! Und werden somit nicht fremd(Verstand-geseuert) sondern lassen das bloß zu!
2.)Wir haben in diesem Zustand unseren (relativen) freien Willen - wir nutzen ihn blo0 aus den unterschiedlichsten GRünden nicht!
3.) Dein Hinweis auf “klebt nicht an Worten, sie sind nur Hinweisschilder” ist excellent…wird in mein Buch eingebaut…denn immerhin sind Gedanken ja auch Worte…wenn auch nicht ausesprochen oder geschrieben.
4.) Gedanken SIND FREI…auch oder gerade weil dafür Andersdenkende umgebracht werden…sonst würden sie ja noch leben…
5.) Als Ziel, das zum “Glück” führt habe ich die LIEBE als Lebens-Priorität…wird sie gelebt führt sie unweigerlich zum Glück!
Und um noch auf “Gott” zu kommen: “Gott” ist auch nur ein Wort, eine Bezeichnung… darum werden auch so viele unterschiedliche Namen dafür verwendet.
Und was die Bibel und den “freien Willen” betrifft: es bräuchte keiner 10 Gebote “Gottes” wenn es nicht den Ungehorsam aus freien Willen gäbe…und eben diese Gebote (und alle Verbote und Gesetze) unentwegt gebrochen werden, wie wir wissen.
Alles Liebe
Danke
vic
PS: Ich versuche, Deinen Text doch noch auf meinen Blog zu bringen…

Lieber Viktor !
Bin jetzt drinnen und sehe, dass der Beitrag schon vorhanden ist. Danke !
Dass wir relativ frei sind ist ok.
Nun zu den Geboten:
” Du sollst nicht töten !”
Es sollte heißen ” Du sollst nicht morden !”, denn für´s Töten gibt’s bekanntlich Orden.
Wie es gekommen zu der Geschicht, will ich erzählen in dem Gedicht.
Natürlich aus meiner Froschperspektive und die ist ja eine schiefe !
Gelehrte werden die Stirne runzeln, die meisten werden aber schmunzeln, denn endlich wissen sie warum, man geht so lässig damit um.
Schauen wir, wie der Prophet selbst gezeigt hat, wie es geht !
Flüchtlinge mit ihren 7 Sachen, wollen in der Wüste Geschäfte machen.
Sie beten an das goldne Kalb und kommen unter die Erd deshalb.
Mit dem Propheten ist nicht zu scherzen, er tötet 3000 mit reinem Herzen.
Für sie war es nicht mehr vonnöten, von ihm zu hören ” Du sollst nicht töten !”
Jeder Jurist nimmt somit an, dass man “Böse” töten kann.
Bei “Braven” heißt das Töten Morden, darum gibt es keine Orden.
Der alte Herr in himmlischer Ruh schaut von oben kopfschüttelnd zu.
Bald steht der Haufen vor dem Land, aus dem man einst so schnell verschwand.
Der Hunger trieb die Ahnen fort, doch leider blieb nicht leer der Ort.
Und wieder war es jetzt vonnöten, zu ignorieren ” Du sollst nicht töten !”
Töten wurde sogar zum Gebot, angeschafft vom lieben Gott.
Bis zu den Knöcheln stand das Blut, für die Hebräer war das gut.
Josua wurde ihr großer Held, von ihm man heute noch erzählt.
Der alte Herr in seiner Ruh schaut kopfschüttelnd von oben zu.
So kam er selbst mal auf die Erd, zu wiederholen, was er einst gelehrt.
Selbst Hass ist schon dem Töten gleich, ansonsten gibt’s kein Himmelreich !
Doch die Menschen töten und morden, für’s Zweite gibt es keine Orden.
Dafür ließ man sich’s was kosten und installiert den Henkerposten.
Somit ist für alle klar, dass Töten nicht verboten war.
Der alte Herr in seiner Ruh schaut kopfschüttelnd von oben zu.
Er selbst gab Kain nur ein Zeichen, damit alle von ihm weichen.
Niemand sollte ihn bestrafen, wenn sie zufällig ihn trafen.
Dies war allerdings nicht schwer, denn die Erde war ja menschenleer.
Warum bringt dieses Gebot, viele in Gewissensnot ?
Ich glaube, es ist das falsche Wort, das Unklarheit schafft immerfort.
Töten wird durch morden ersetzt, somit ist kein Gebot verletzt.
Soll es heißen “…morden und töten “, dann ist guter Rat vonnöten !

Nun zur Liebe:
Solange die Liebe ein Gegenteil hat, nämlich den Hass, kann sie uns nicht weiterbringen. Unvollkommenes macht uns nicht vollkommen !
Die vollkommene Liebe ist ein Produkt der Erleuchtung (Erlösung) und kann auf einem anderen Weg nicht angestrebt werden, obwohl von ihr immer gesprochen wird. Erst wenn das EGO (Weizenkörnlein) gestorben ist, haben wir diese Liebe.
Der Verstand steuert unsere Pseudoidentität also unser zweites Ich. Er will unser Ego vergrössern und stärken. Er benutzt auch die sogenannte Liebe. Im Spanischen deutlich ausgedrückt: te quiero, ich muss Dich haben oder ich brauche dich. Unser Ich sagt, ich habe ein Leben. Es spürt das Leben im Körper nicht. Die Wahrheit: wir sind das Leben. Wir können es auch nicht verlieren, weil wir es sind…..
Soweit von Eckhart Tolle nachgeplappert…..
So sind wir auch nicht unser Denken, sondern die Denkenden. Wenn man sein Denken beobachtet, erkennt man, dass da noch jemand ist.
Wenn man seine Emotionen nur beobachtet und sein Denken und nich gleich reagiert, ist das ein guter Anfang. Man ist so relativ frei. Ein Erleuchteter lächelt über seine Gedanken und bleibt immer ruhig und gelassen. Er weiss, dass er vollkommen ist, unser Sein (Leben) ist vollkommen. Unser Leben ist wie eine Welle auf dem Wasser. Die Welle verschwindet im Wasser und wird als neue Welle geboren.
Wenn wir diesen Zustand noch nicht haben, fühlen wir uns immer unvollkommen und wollen mit unserem Willen und Verstand den Zustand mit unvollkommenen Mittel ändern.
Nach Eckhart Tolle muss man nur in seine innere Stille gehen, ohne Meditation. Es genügt das Beobachten des Atems oder das Fühlen der Hände, Füße und wenn es geht des ganzen Körpers. Mehr aber in seinem Buch.
Liebe Grüße
Günter

Lieber Günter, Tolle ist mir nur zu gut bekannt…Ich kann mich aber nur wiederholen: der Vertand macht mit uns garNICHTS! Denn WIR sind unser Verstand…entweder machen wir damit etwas…oder machen NICHTS und lassen so etwas zu…um dann zu behaupten, wir sind “determiniert”. Da gibt es niemanden außerhalb der uns steuert oder beeinflußt.
Was die Liebe und den Haß betrifft: alles in unserem Leben besteht aus Dualitäten (siehe mein Buch “Mit Nichts zum Erfolg”) …denn das Eine kann nur existieren, wenn es das Andere/das Gegenteil auch gibt.

Wie könnten wir sonst Gutes von Bösen unterscheiden, wenn es nicht beides gibt?
Viktor

hallo zusammen,

hier einige denkanstösse zum thema freier wille an sich.
diese frage sollte, bzw. kann man nicht pauschal bewantworten, da sie je nach standpunkt, situation und gewissen faktoren abhängig ist.

wenn mich wer fragt ob es einen freien willen gibt müsste ich daher sagen - JA und NEIN. Ja im engeren sinne (auf das jeweilige leben), NEIN im universellen sinne. da hier keine freie entscheidung notwendig ist- es passiert mit oder ohne unserer entscheidung.

diese frage an sich lässt sich von menschen mit “normalen zugang” zu diesen themen so gut wie nicht beantworten bzw. auch schwer verstehen. das wäre so als ob ich eine oper singen möchte, aber keine stimme dazu habe. dementsprechend ist das ergebnis bzw. auch die erkenntnis für die teilnehmer an dieser diskussion.

fazit - eine antwort die hier allen zu denken geben sollte und sie auf den richtigen weg führen “soll”.

es gibt den freien willen nur im rahmen der für den jeweiligen menschen bestimmen lebensplan. soll heißen. wenn die bestimmung vorsieht kein austronaut zu werden sondern koch, dann kann ich noch soviel freien willen anwenden - es wird sich nichts am ergebnis ändern. darum liegen auch die motivationstrainer so daneben.

der freie wille lässt sich nur im rahmen der bestimmung anwenden. vielleicht sagen nun einige, dann reden wir nicht mehr vom freinen willen. zugegeben so ganz frei ist er daher auch nicht.

wenn ihr denkt einen freine willen zu haben. dann versucht mal zu schweben ;) - oder über 50 kmh zu laufen. geht wohl kaum oder ? - eben. der freie wille unterliegt wie unser weltliches dasein gewissen gesetzgebungen. der körper unterliegt den naturgesetzen (aus phyiskalischen standpunkt aus betrachtet) und das komplex geistige, psychische und seelische konstrukt unterliegt gewissen universellen gesetzen die unser dasein auf bestimmung hin definieren.

und wenn jetzt ein ganz schlauer meint, das sowas wie bestimmung nicht vorhanden ist oder es bestimmung nicht gibt, so sind diese auf ihrem weg der bewusstwerdung noch nicht sehr weit.

alles ist besimmt, jede funktion, jede lebensrelevante prüfung, ob tiere, pflanzen, oder menschliche handlungen. alles unterliegt einer geregelten funktionalität und einem universellen plan.

der mensch kann sozusagen zwischen a und b wählen. c steht ihm schon nicht mehr zur verfügung

unterm strich - der freie wille unterliegt aus distzanz betrachtet dem system der universellen gesetze die sich je nach lebensplan mit mehr oder weniger spielraum anwenden lassen.

noch einfacher - jeder hat einen “dehnbaren freien willen” dessen spielraum sich durch die jeweilige bestimmung defieniert. jenachdem wie bewusst der einzelne ist, umso grösser oder kleiner kommt ihm dieser spielraum vor.

wenn wir ehrlich sind - sind sowieso 90% der menschen mit dem freien willen betreffend anwendung überfordert. wer nutzt ihn wirklich ??? die meisten entscheiden grade mal was sie anziehen, welchen partner sie wählen, wo sie abreiten und eventuell noch ihre poltitsche einstellung. das wars dann auch schon - ach ja das urlaubsziel.

vieviele nutzen wirklich den freien will, bzw. für welche relevanten entscheidungen ? - es ist eine irronie wenn der mensch über solche dinge nachdenkt, obwohl - zugegeben, einige werden vielleicht ansätze zur persönlichen entwicklung finden. dennoch hat diese diskussion den gleichen charakter, als wenn man einen hamster die wahl lässt ob er lieber linksrum oder rechtsrum im laufrad laufen würde.

der mensch ist noch nicht soweit diese dinge zu verstehen. er ist nichtmal soweit grundlegen dinge zu begreifen und dementsprechend zu handeln. geschweige universell komplexe funktionallitäten zu begreifen.

love and respect

ron

Lieber Ron,
Du sprichst/schreibst mir aus der Seele…darum wird mein Buch vermutlich auch kein Bestseller, denn jene, die es lesen sollten (weil sie überzeugt sind, daß alles absolut determiniert ist und es für den menschen somit weder Verantwortung noch Gebote/Verbote gibt), die werden es wohl nicht lesen…und die es lesen/kaufen, werden es nicht benötigen…außer als Bestätigung, daß sie “auf dem richtigen Weg” sind.
Mir ist es ein Anliegen aufzuzeigen, daß bewußtsein und Unterbwußtsein zusammen unser Leben bestimmen sollen - und nicht das eine das andere berherrscht. Bewußt unbewußt sein…und sich dessen “Macht” zu Nutze machen…”frei-willig”. Und auch “Nein” sagen, und bewußt “Nicht(s)tun”…das ist wie wir alle wissen wohl weitaus schwieriger als im Hamsterrad der Gewohnheiten zu laufen…von Stress, Depressionen und Burnouts geplagt.
Allles Liebe…
…und danke für den Beitrag!
vic

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